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Systemdynamik und Sicherheit

Experimente

KASOLA

Mit dem Karlsruher Natriumkreislauf KASOLA (Karlsruhe Sodium Laboratory) am KIT wird eine vielseitig einsetzbare Forschungsanlage verfügbar sein, um Flüssigmetall bei hohen Temperaturen zu untersuchen, wie es in innovativen Energiesystemen als Kühlmittel benutzt wird. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für 2013 geplant. In der Anlage sind drei unterschiedliche Testanschlüsse vorgesehen, zwei große, um größere und kleinere Experimente im nuklearen und nicht-nuklearen Bereich durchführen zu können und ein Hilfsanschluss, um Teile der Anlage, etwa zur Reinigung des Natriums, für kleinere Experimente nutzen zu können. Die ersten Untersuchungen beziehen sich auf die direkte Energiewandlung und Hochtemperatur-Speicher für solarthermische Anlagen.


Analytische Untersuchungen

Der weltweit steigende Energiebedarf wird teilweise durch Kernkraftwerke gedeckt. Der dabei entstehende Abfall erfordert besondere Aufmerksamkeit; vor allem die langlebigen Spaltprodukte und die Aktinoide erfordern eine spezielle Behandlung. Ein vielversprechender Weg, ihre Menge zu verringern, besteht darin, sie in kurzlebigen Abfall umzuwandeln. Das kann sehr effizient in schnellen Reaktoren geschehen, sowohl in kritischen als auch in beschleunigergetriebenen unterkritischen Systemen.

Derartige Arbeiten werden in den entsprechenden Projekten im 7. Europäischen Rahmenprogramm unterstützt. In SARGEN_IV wird die Harmonisierung der Europäischen Methodik für die Sicherheitsbewertung innovativer schneller Reaktoren unterstützt, die in Europa gebaut werden sollen. MAXSIMA dient der Sicherheitsbewertung für ein prototypisches Beschleuniger-getriebenes unterkritisches System, und zwar die vom SCK/CEN in Belgien innerhalb von SNETP (Sustainable Nuclear Energy Technology Platform) geplante Blei-Wismuth gekühlte MYRRHA/FASTEF - Anlage. ESNII+ soll die rechtliche, administrative, finanzielle und Steuerungs-Strukturen vorbereiten helfen sowie die Bewertung der verschiedenen fortgeschrittenen Reaktorkonzepte in ESNII sicherstellen. In JASMIN werden Rechenprogramme zur Untersuchung schwerer Störfälle in Natrium-gekühlten Reaktoren verifiziert. THINS widmet sich der Entwicklung und Validierung neuer physikalischer Modelle und der Verbesserung und Qualifizierung der Rechenprogramme und ihrer Anwendung auf innovative Kernreaktoren.