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LWR-Sicherheit

LWR-Sicherheit: Aktuelle Projekte

  • Projekte zur Entwicklung und Validierung fortschrittlicher Methoden zur Sicherheitsbewertung im Auslegungsbereich

    • CAMP (International Code Application and Maintenance Program of the US NRC)
      Das Hauptziel des internationalen CAMP- Programms der US NRC ist die Validierung und Qualifizierung von numerischen Werkzeugen zur Bewertung der Sicherheit von Kernreaktoren der Generation II und III. Erweiterungen dieser Tools für die Sicherheitsbewertung von Transmutationsystemen sind sehr vielversprechend. KIT/INR ist der Landesvertreter im CAMP-Programm für folgende Deutsche Partner: AREVA-NP/Erlangen, Westinghouse/Mannheim, TÜV Süddeutschland, die Technischen Universität München und die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS). Hauptziel des CAMP-Programms ist die Weiterentwicklung und Qualifizierung von Sicherheits-Analyse-Codes für Leichtwasserreaktoren wie RELAP5, TRACE, PARCS und SCALE6 in einem internationalen Rahmen.

    • NURESAFE (NUclear REactor SAFEty Simulation Platform)
      Das EU-Projekt NURESAFE wird vom 7. EU-Rahmenprogramm mit dem Ziel der Weiterentwicklung der European Nuclear Reactor Simulation Platform NURESIM gesponsert. Mehr als 20 Institutionen aus verschiedenen Universitäten, Forschungszentren, Industrie und Behörden liefern Beiträge in den Bereichen Neutronik, Thermohydraulik, Multiphysik, Sensibilität und Code-Integration. Der Beitrag von KIT/INR umfasst die Arbeitspakete SP1 (Best-estimate gekoppelte Simulation eines ATWS (Anticipated Transient without Scram) in einem Siedewasserreaktor einschließlich der Unsicherheitsanalyse) und SP3 (Multiskalen Thermohydraulik-Analyse von Siedewasserreaktoren). Außerdem leitet das KIT/INR das Arbeitspaket WP5 (Education and Training). NURESAFE wird von Januar 2013 bis Dezember 2015 bearbeitet.

    • HPMC (High Performance Monte Carlo Analysis)
      Das EU-Projekt HPMC hat die Entwicklung und Anwendungs-Demonstration eines Vollkern - Monte-Carlo - Berechnungsverfahrens für zeitabhängige Sicherheitsanalysen mittels High Performance Computing zum Ziel. Kernpunkte der Entwicklung sind thermohydraulischer Feedback und Berücksichtigung des Abbrands. Projektpartner sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT, Koordination) in Deutschland, die Delft Nuclear Consultancy (DNC) in den Niederlanden, Teknologian Tutkimuskeskus (VTT) in Finnland und die Kunigliga Tekniska Hoegskolan (KTH) in Schweden. Das Projekt soll Werkzeuge für Referenzrechnungen an verschiedenen Reaktortypen zur Verfügung stellen, um damit die Genauigkeit aktueller und zukünftiger deterministischer Analyse-Methoden für Reaktor-Simulationen zu testen. Die im Rahmen dieses Projekts vorgesehenen Trainingskurse sind offen für alle und werden am KIT im April 2014 und am KTH im Juni 2014 stattfinden. Das HPMC Projekt läuft von Oktober 2011 bis September 2014.

  • Projekte für Ausbildung und Weiterbildung in der Kerntechnik

    • GENTLE (Graduate and Executive Nuclear Training and Lifelong Education)
      GENTLE ist ein Europäisches Ausbildungs- und Trainingsprojekt im Bereich Kerntechnik. Das Projekt bringt unterschiedliche Akteure führender Universitäten und Forschungseinrichtungen mit dem Ziel zusammen, mit starker Unterstützung von Industrie, Behörden und TSO's lebenslange Weiterbildungsprogramme zu realisieren und zu etablieren und die Lücken der universitären Ausbildung zuschließen. Das Projekt fördert die Mobilität und den Austausch von Studenten und Doktoranden zwischen den Projektpartnern, z.B. durch Blockkurse in den Semesterferien, Studenten-Praktika in der Industrie, Behörden oder Forschungseinrichtungen. Darüber hinaus wird ein Masterkurs, bestehend aus fünf Modulen entwickelt und angeboten. Die KIT-Institute INR und INE sind an diesem Projekt beteiligt. Studenten und Doktoranden können sich für Praktika und Forschungsaufenthalte bewerben.

  • Projekte zur Weiterentwicklung und Validierung numerischer Tools für die Bewertung von Auslegungsüberschreitenden Störfällen und zur Optimierung von Notfallschutzmaßnahmen

    • CESAM (Code for European Severe Accident Management)
      CESAM ist ein F&E-Projekt innerhalb des 7. EU-Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung. Es beinhaltet die Verbesserung des europäischen Refenzcodes ASTEC im Hinblick auf dessen Anwendung zur Analyse von Notfallschutzmaßnahmen bei schweren Reaktorstörfällen (SAM = Severe Accident Management). CESAM konzentriert sich auf SAM-Analysen und Quellterm-Bewertungen für unterschiedliche europäische Kernreaktoren (PWR, VVER, CANDU). Die Codevalidierung erfolgt parallel und im Einklang mit verfügbaren und neuen experimentellen Daten, speziell bezüglich SAM für SWR’s und in enger Beziehung zum Fukushima-Unfall. Das vom GRS koordinierte Projekt umfasst 18 Partner aus 12 Ländern plus der EU. Die KIT-Institute INR, IKET und IAM sind an den unterschiedlichen Work Packages beteiligt (WP1: Project managemet, WP2: Validation and Assessment, WP3: Model Integration, WP4: Plant Applications, WP5: Dissemination of Knowledge). KIT/INR ist verantwortlich für WP5. Der Fokus liegt auf der Validierung von ASTEC anhand der QUENCH-Experimente für DWR’s sowie auf der Analyse von schweren Störfallabläufen in einem deutschen Konvoi-Reaktor mit ASTEC. CESAM erstreckt sich von März 2013 bis Februar 2017.

    • WASA-BOSS (Weiterentwicklung und Anwendung von Severe Accident Codes - Bewertung und Optimierung von Störfallmaßnahmen)
      Das Projekt WASA-BOSS ist ein vom BMBF gefördertes Verbund-Forschungsprojekt im Rahmen des Förderkonzeptes "Grundlagenforschung Energie 2020+" mit verschiedenen Teilprojekten, welche von Universitäten (UNI Bochum, Uni Stuttgart, RWTH Aachen, KIT), HGF-Zentren (HZDR, KIT) und der Gesellschaft für Anlagen und Reaktorsicherheit (GRS) bearbeitet werden. Die Gesamtkoordination des WASA-BOSS Verbundprojekts wird von der RWTH Aachen wahrgenommen. Allgemeines Ziel des Verbundprojekts ist es, die Weiterentwicklung und Anwendung von Schwerstörfallcodes wie z.B. ATHLET-CD, COCOSYS und MELCOR für die Bewertung und Optimierung von Störfallmaßnahmen voranzutreiben. Das vom KIT/INR geleitete Teilprojekt F beschränkt sich auf die Validierung von ATHLET-CD anhand von SWR-relevanten CORA-Versuchen und die Anwendung des validierten Codes zur Untersuchung der optimalen Kühlungsoptionen eines zum Teil zerstörten Kerns durch Fluten mit kaltem Wasser. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind in Zusammenarbeit mit anderen Partnern optimale Notfallschutzmaßnahmen für den Falle des Eintretens eines schweren Unfalls abzuleiten und zu formulieren. Das Projekt wird von März 2013 bis Februar 2016 bearbeitet.